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    <title>Melancholie Modeste</title>
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    <dc:publisher>Modeste</dc:publisher>
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    <dc:date>2008-05-04T18:52:33Z</dc:date>
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    <title>Melancholie Modeste</title>
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    <title>Vom Besten ganz viel</title>
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    <description>&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Diesen Sommer, nimmst du dir vor, wirst du tanzen, bis es hell wird. Jedem, der lächelt, wirst du zulachen, bis er wegläuft oder zurücklacht, und alles, was die Welt zu bieten hat, wirst du von den schweren Ästen der Bäume pflücken und Nektar und Ambrosia trinken, bis es dir rot aus den Mundwinkeln läuft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit nackten Füßen wirst du über Gras laufen und den Puls der Erde spüren. Den Morgen wirst du singen hören, hoch über Stadt. Alle Gläser wirst du heben auf ein Glück, das warm neben dir sitzen wird, und im Wind werden Laternen schwanken, gelb und rund und voll wie der Sommermond, und zum Greifen nah wie jener. &lt;/p&gt;</description>
    <dc:creator>Modeste</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Modeste</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-04T18:27:00Z</dc:date>
  </item>
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    <title>Nur das</title>
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    <description>&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Diese Jahre, in denen der Frühling einen nicht leichter macht, nicht durchsichtiger, einherwehend durch die Straßen der Stadt. So ein Jahr wie dieses, in dem man dem Licht entgegenblinzelt, aufgeschreckt, schwer vor bleicher Masse und all den Jahren, die wie Sandsäcke auf den Schultern liegen, und die ganze Welt voller Chancen, die nicht die meinen sind, und es vielleicht niemals waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbarmungslos ausgeleuchtet, knocked out by the summer, und dann den Mädchen zuschauen, auf der Kastanienallee, die der Welt entgegenlächeln, als sei all das, was kommt, ein Freund und komme nicht zu strafen. &lt;/p&gt;</description>
    <dc:creator>Modeste</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Modeste</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-28T22:06:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://modeste.twoday.net/stories/4890420/">
    <title>Oh mein Gott!</title>
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    <description>&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Sehen Sie hier, meine Damen und Herren, eine am Boden zerstörte, zunehmend hektische, noch nicht einmal (und zwar seit Stunden) ganz aufgestandene Dame, die zum ungefähr zehnten Mal versucht, das Profil ihres Thunderbird vom Acer auf den Mac zu bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich scheint es zunächst vorgeblich zu funktionieren. Der Mac täuscht an. Die Dame entspannt sich. Dann aber, beim Versuch den Thunderbird mit den geänderten Profildateien zu öffnen, versagt das Progamm den Dienst: Statt den Thunderbird zu öffnen, erscheint ein Feld, welchem zu entnehmen ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Thunderbird beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ThunderbirdKopie wird bereits ausgeführt. Es können nicht mehrere Thunderbird-Kopien gleichzeitig ausgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Ich schwöre, ich habe den Thunderbird nur einmal geöffnet. Weiß jemand Rat?&lt;/p&gt;</description>
    <dc:creator>Modeste</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Modeste</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-26T10:57:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://modeste.twoday.net/stories/4884392/">
    <title>Madame zieht um (Hilfe!)</title>
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    <description>&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Ein Umzug. Gut und schön, man kennt das: Es gilt Kisten zu kaufen, seinen Haushalt einzupacken, zu überlegen, ob man seine steinalten Seminararbeiten und die wirklich scheußlichen, zahnbelagfarbenen Teller mit dem Goldrand wirklich noch haben will, mietet einen Wagen, und dann zieht man um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zieht man aber nicht von einer Wohnung in eine andere, sondern von der gemütlichen, grauen, alten Möhre von Acer in ein blitzblankes, neues, schneeweißes Heim mit blitzendem Apfel vor der Tür, ist guter Rat teuer: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar hat man brav alle Dokumente in Kisten gepackt. Zwar sind auch alle Texte aus den Word-Ordnern angekommen und warten im neuen Heim auf weitere Verwendung. Die E-Mails aber, die E-Mails aus dem alten Schrank von Thunderbird, die anderen E-Mails, die ein netter Mensch mal ins Outlook gepackt hat, um sie zu retten: Verpackt sind sie, nur die Kisten gehen nicht mehr auf, und haareraufend, zunehmend verzweifelt, zähnefletschend und ratlos sitzt man da, der Umzug wird einem fürchterlich, und einen Helfer, vielleicht auch nur einen guten Tipp würde man reichlich, zumindest aber mit dem obligaten Bier belohnen, welches freundlichen Umzugshelfern von alters her gebührt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiß jemand weiter?&lt;/p&gt;</description>
    <dc:creator>Modeste</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Modeste</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-23T21:27:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://modeste.twoday.net/stories/4881922/">
    <title>Zuhören</title>
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    <description>&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://modeste.twoday.net/stories/4828951/&quot;&gt;Schöne Lesung&lt;/a&gt;, netter Abend. Gute Bar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://don.antville.org/stories/1785723/&quot;&gt;&lt;b&gt;Hier kann man zuhören&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;. &lt;/p&gt;</description>
    <dc:creator>Modeste</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Modeste</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-23T06:33:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://modeste.twoday.net/stories/4876216/">
    <title>Die B. regt sich auf</title>
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    <description>&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt; 
Ich sitze also diesem Typ  fünfzig oder so, echt keine Schönheit, nichts als Fett und Falten  Ich sitze also diesem Typ gegenüber, weißt du, im 44, ein Superessen, nach wie vor, und der Kerl sagt:

&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;center&quot;&gt;&lt;i&gt;Frau B., sagt er - haben sie eigentlich keinen Mann?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Mir bleibt fast das Essen im Hals stecken. Kalbskopf mit Fisch. Ziemlich lecker. - Herr Dr. G., hätte ich fast gesagt, sie haben mich als Rechtsanwältin engagiert  nicht als Studienobjekt. Was soll die Fragerei?!  Kommt aber noch schöner:&lt;/p&gt;

&lt;p align=&quot;center&quot;&gt;&lt;i&gt;Frau B., fragt der Mann weiter  woran fehlts denn?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Ich hätte dem Kerl fast den Kalbskopf auf die Krawatte gespuckt. Da hört doch alles auf. Was sagt man denn dazu? Was hättest du gesagt? Einigermaßen schlagfertig, aber nicht unverschämt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hätte ich mich als Lesbe ausgeben sollen? Glaubt der mir nie. Da hatte ich auch schon zu lange gezögert. Hätte ich mir die Frage verbitten sollen? Nachher beschwert der sich noch über mich.  Ich sitze also einfach so da, löffele vor mich hin, und dann setzt der noch nach:

&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;center&quot;&gt;&lt;i&gt;Frau B.  sie sind doch ein schönes Mädchen! &lt;br /&gt;
Sie haben doch bestimmt an jedem Finger zehn. &lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Und da habe ich gedacht  was solls. Lass den Irren reden. Tu so, als sei der Ton aus, konzentrier dich aufs Essen, und stell dir vor, der Typ wär nicht da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder würde einfach so im 44 sterben. Mit einer Gabel im Hirn. Und das Gesicht im Kalbskopf&quot;&lt;/p&gt;</description>
    <dc:creator>Modeste</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://modeste.twoday.net/topics/Liebe+Freunde&quot;&gt;Liebe Freunde&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Modeste</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-20T23:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://modeste.twoday.net/stories/4868051/">
    <title>Besichtigung der Maschinen</title>
    <link>http://modeste.twoday.net/stories/4868051/</link>
    <description>&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Möglicherweise (und dies ist tunlichst zu vermeiden), gerät man auch selbst in den offenen Trichter. Wenn man beispielsweise sich etwas zu weit vorbeugt, um zu sehen, was innerhalb des Gehäuses geschieht, so könnte man  Gott verhüte das  das Gleichgewicht verlieren und fiele nach vorn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon oft hat die Geschäftsführung erwogen, den Trichter durch eine Befestigung zu sichern. An Gitterstäbe hat man gedacht. An einen Zaun. Am sichersten wäre es natürlich, man würde die Besichtigungen ganz und gar verbieten, aber solche Pläne haben mehrfach eine solche ganz unglaubliche und unwiderstehliche Entrüstung der Öffentlichkeit ausgelöst, dass die Geschäftsführung eilig dementierte. Niemand habe vor, die Menschen auszusperren von dem, was hier geschieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Öffentlichkeit hat, was solche Dinge angeht, ein feines Gespür. Tatsächlich kann man nirgendwo sonst die Maschinen so deutlich arbeiten sehen wie hier. Nur hier sieht man bis auf den Grund. Nur hier, am Rand unseres Trichters, kann man den Druck der Kolben verfolgen über die Schwungräder hinweg bis zum Federwerk, und sogar, wie manche sagen, bis zur Innenkammer und bisweilen hinein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jeden lässt die Geschäftsführung ins Maschinenhaus. Die Wartelisten sind lang. Viel mehr Menschen würden zum Trichter drängen, ließe man jeden zu. Nehmen sie es also als eine Auszeichnung, bis hierher vorgedrungen zu sein. Sie werden alles sehen, aus nächster Nähe. Vor ihren eigenen Füßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber passen sie auf.&lt;/p&gt;</description>
    <dc:creator>Modeste</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Modeste</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-16T21:48:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://modeste.twoday.net/stories/4860518/">
    <title>Der J. stirbt (diesmal wirklich)</title>
    <link>http://modeste.twoday.net/stories/4860518/</link>
    <description>&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Sehr, verehrte Damen und Herren, bedaure ich Ihnen mitteilen zu müssen, dass mein geschätzter Gefährte, der J., &lt;a href=&quot;http://modeste.twoday.net/stories/1627299/&quot;&gt;diesmal &lt;/a&gt;wohl wirklich versterben wird, denn  angemeldet von finsteren Mächten  wird der J., gemeinsam mit vier seiner Kollegen am 4. Juni dieses Jahres, an der Berliner Teamstaffel teilnehmen müssen, welche ihn fünf Kilometer durch den Tiergarten führen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieso ausgerechnet du?, frage ich den aufgebrachten J.  Die haben mich reingelegt., ächzt der geschätzte Gefährte. Fünf Kilometer sei gar nicht so wenig. Aus dem Stand, ohne vorheriges Training, sei dies jedenfalls nicht gut möglich, erst recht nicht vor den spottlustigen Augen der Kollegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man werde üben müssen, höre ich den reichlich verdrossenen J. seine verschenkte Freizeit bedauern. Man werde nicht umhinkommen, sich längere Strecken zu Fuß und im Laufschritt durch die Parks der Stadt zu bewegen. Man werde höchstwahrscheinlich auf dem nassen Gras ausrutschen. Vielleicht werde man sich den Hals brechen. Möglicherweise auch nur den Knöchel. Man werde zu Boden sinken, und die weit über tausend Teilnehmer dieses größten Berliner Volkslaufs werden den J. tottrampeln, und unter den kränklichen Bäumen des Tiergartens wird dieser sein Leben aushauchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der J. weiß es ganz genau. &lt;/p&gt;</description>
    <dc:creator>Modeste</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Modeste</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-13T20:36:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://modeste.twoday.net/stories/4844434/">
    <title>Freundin</title>
    <link>http://modeste.twoday.net/stories/4844434/</link>
    <description>&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Vielleicht, sage ich, kommst du vorbei, und dann könnten wir einfach in der Küche herumsitzen und ziemlich viel Sekt trinken. Einen guten, so einen Super-Alte-Damen-Sekt, und nicht diese saure Brühe, die sie auswärts gern als Sekt ausgeben, und dann kommt man nach Hause und hat ratzekahl keine Magenschleimhaut mehr. Dabei hören wir ganz laut Musik. Vielleicht bringst du dir mit, was du vielleicht anziehen willst, und probierst der Reihe nach alles an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn mir etwas nicht gefällt, dann werde ich dir das sagen. Das pistaziengrüne Kleid zum Beispiel mit den Glasperlen im Ausschnitt. Das sieht schon ziemlich scheußlich aus. Mo-odeste!, wirst du protestieren, und barfuß im grünen Kleid durch meine Wohnung tanzen, um zu zeigen, wie schön das Kleid sein soll, wenn man es nur tragen kann, so wie du. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestimmt ziehe ich auch ein paar Sachen an. Den braunen Tüllrock zum Beispiel. Also, ich finde den schön. Und ein schwarzes Oberteil, davon habe ich circa zwanzig, weil ich hoffe, dass Schwarz schlank macht, und ich habs doch nötig. Stimmt gar nicht, wirst du sagen, und ich werde mich freuen, auch wenns nicht stimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du rauchst ja seit Jahren nicht mehr. Ich werde rauchen, bis die Ärzte mich aufgeben, habe ich mir vorgenommen, und zünde mir so viele Zigaretten an, bis sogar die Katze hustet. Ab und zu reiße ich das Fenster auf, und sehe dem Rauch nach, eine dicke graue Wolke, die sich langsam auflöst in der nächtlichen Luft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei mir im Bad kann man sich ja nur im Stehen schminken. Du hast dir vom Flohmarkt einen richtigen Schminktisch mitgebracht, der steht bei dir im Bad, so ein Divenmöbel, vor dem man sitzen und sich bemalen kann, aber du machst das ja auch, und ich nicht. Letztens, erzähle ich dir, während du dir die Augen schminkst, war ich im Lafayette und habe mir zwei sauteure Lidschatten aufschwatzen lassen von Bi*otherm, die wahrscheinlich großartig aussehen, aber nicht an mir. Bei mir geht diesbezüglich irgendwie nichts, bedaure ich, und du nickst nur noch, weil du das jedesmal hörst, wenn wir übers Schönsein reden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Telefon klingelt, schauen wir erst mal nach, wer hier eigentlich anruft. Bei dir rufen mehr Leute als an bei mir, weil du viel mehr Leute kennst, und darum beneide ich dich ein bißchen. Wenn nette Leute anrufen, die wir mögen, gehen wir ran. Ja klar, höre ich dich sagen. Vielleicht später. Vielleicht auch nicht, denke ich, und verteile den restlichen Sekt auf die Gläser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Flasche leer ist, könnte man eigentlich auch schlafen gehen. Statt dessen stehe ich am offenen Fenster, wühle mit den Fingern ein bißchen in meinen Haaren herum, in der Hoffnung auf besseren Sitz, und höre der Warteschleife des Taxifunks zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste freie Annahmeplatz nimmt meinen Anruf gern entgegen, verspricht man mir, und ich sehe dir zu, wie du lachend mit beiden Händen die Katzenhaare von deinem Oberteil zupfst, den letzten Rest aus beiden Gläsern trinkst, dir im Spiegel zulächelst, und die Nacht lacht zurück. &lt;/p&gt;</description>
    <dc:creator>Modeste</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://modeste.twoday.net/topics/Liebe+Freunde&quot;&gt;Liebe Freunde&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Modeste</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-07T13:37:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://modeste.twoday.net/stories/4828951/">
    <title>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;306&quot; alt=&quot;lesungMH4a&quot; width=&quot;400&quot;...</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;306&quot; alt=&quot;lesungMH4a&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/modeste/images/lesungMH4a.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>Modeste</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Modeste</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-01T07:58:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://modeste.twoday.net/stories/4825703/">
    <title>Selbstermahnung</title>
    <link>http://modeste.twoday.net/stories/4825703/</link>
    <description>&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Vielleicht sagt dir nächste Woche einer, du seist krank, sehr krank, und dann kämen sie über dich mit pistaziengrünen Tüchern über dem Mund und spitzen, blitzenden Geräten. Vielleicht würden sie dir Schläuche in den Leib stecken, Flüssigkeiten würden ein- und ausgeleitet, eine Operation bliebe wirkungslos, eine weitere würde nur schaden, und in vier Wochen säßest du einem Arzt gegenüber, der dir sagt, dass du stirbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher oder später, würdest du antworten, sei das ja bei uns allen der Fall, und der Arzt würde nicht einmal den Mund verziehen angesichts des zugegeben dünnen Witzes. Denn er und die anderen sterben vielleicht auch  wie du  in einigen Wochen. Indes ist der Tod des Arztes zu diesem Zeitpunkt wenig wahrscheinlich, und deiner so gut wie sicher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob er Fälle kenne, die geheilt worden seien, fragst du, und der Arzt schüttelt den Kopf. Ob man jemals von einer solchen Heilung gehört habe, willst du wissen, und er unterbricht dich etwas brüsk. Machen sie sich nichts vor, warnt er dich  wovor auch immer  aber natürlich gebe es immer Hoffnung, und ein Fall sei stets der Erste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann fährst du nach Hause. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Taxifahrer wird laut irgendetwas ins Headset brüllen, was du nicht verstehst. Auf dem Bürgersteig rechts und links von der Straße gehen Leute herum, tragen Tüten und Taschen, und probieren in Geschäften Kleidungsstücke an, die sie tragen werden, wenn du tot bist, und das alles vorbei. Schöne Frauen, so schön, wie du niemals gewesen bist, werden von Männern angelächelt, die sie anrufen werden, wenn man dich beerdigt, und während du langsam verstehst, dass es das war, endgültig und ohne Wiederkehr, wirst du dir wünschen, noch einmal so, wie jetzt, so wie heute, am Schreibtisch zu sitzen. Das sei das Glück gewesen, wirst du dir sagen: Noch einmal eine Stunde der Sorglosigkeit, satt und müde am Sonntagabend. Ein Glas Wein vor dem Bad, gute Musik, und nichts, was du ändern würdest, im Großen und Ganzen, wenn du wüßtest, dass dies der letzte sorglose Sonntag wäre, und nächste Woche wärest du krank und in acht Wochen tot. &lt;/p&gt;</description>
    <dc:creator>Modeste</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Modeste</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-30T20:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://modeste.twoday.net/stories/4791036/">
    <title>Nachtmahl</title>
    <link>http://modeste.twoday.net/stories/4791036/</link>
    <description>&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Wenn jetzt, denke ich, und schließe die Augen noch etwas fester, einer käme. Wenn also jetzt einer daherkäme, die Straße aufwärts von Mitte Richtung Norden, und käme die Treppe hoch, langsam, mit Taschen in beiden Händen, und stünde gerade in diesem Moment vor der Tür: Wenn er einen Schlüssel besäße, oder bräuchte gar keinen Schlüssel, weil ihn das mürbe Holz der Tür nicht hielte, dann käme er gleich, ach, in einer Minute zu meinem Bett. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine liebe Modeste, würde er sagen und ein bisschen knistern mit den Tüten in den Taschen und ginge dann erst einmal in die Küche, um auszupacken. In der Küche würde er Schränke öffnen, Schubladen aufziehen, Gläser würden klirren, Metall aneinander stoßen und vielleicht würde ich ihn hintereinander ein paar Türen aufstoßen hören auf der Suche nach Zucker oder Salz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut gelaunt wäre der Mann in der Küche, vielleicht würde er sogar leise singen, ein bisschen lachen über irgendetwas, was ich nicht sehen kann, hier im Schlafzimmer und mit geschlossenen Augen. Vielleicht würde ich dösen, ein paar Minuten an den Schlaf verlieren, und wach werden, weil in der Küche Sahne geschlagen wird, oder Töpfe klirren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglich wäre sogar, richtig zu schlafen, zu träumen, und erst zu erwachen, wenn es noch Essen riecht, nach Wärme, nach Früchten und nach Fleisch. Vielleicht würde ich sogar erst dann wach, wenn die Schlafzimmertür sich öffnete, und hielte doch die Augen geschlossen. Nur den Mund würde ich öffnen, und die wohltemperierte Sommerlichkeit einer Tomatensuppe schmecken, die Kühle und Sauberkeit von Sahne. Eine leinensteife Serviette. Kaltes, glattes Metall, und auf jeder Gabel genau ein Stück von der Entenbrust, ein bisschen, aber nicht zu viel Zitronenzeste, die Körnigkeit von Pfeffer. Kartoffeln, deren eigene speckige Glätte überginge in die geliehene Üppigkeit zerlassener Butter, und ganz kleine, ganz runde Erbsen, süß und straff vor Frische. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Wein?, würde ich gefragt, und wählte doch, nur eine Neigung des Kopfes,  kaltes, klares Wasser. Schweigen würde der Mann auf meiner Bettkante, höchstens ganz leise darüber sprechen, wo das Gemüse gewachsen, wo die Ente geschwommen ist, die auf dem Teller liegt, den ich nicht sehe, denn noch immer hielte ich die Augen fest geschlossen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Löffel für Löffel schöbe man mir ein Sorbet auf die Zunge. Kirsch oder Himbeer. Champagner würde man mir reichen, ganz vorsichtig Schluck für Schluck, und liefe mir doch ein kleines, schlängelndes Rinnsal über den Mund: Der Mann auf meiner Bettkante tupfte mir die Feuchtigkeit sorgsam vom Hals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlaf gut, Modeste., würde er flüstern, am Ende, noch ein, zwei Minuten meinen Schlaf bewachen, und ginge dann, leise, unhörbar für mich, die Treppen hinab, die Straße hinunter, und überließe mich anderen Träumen.&lt;/p&gt;</description>
    <dc:creator>Modeste</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Modeste</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-16T22:25:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://modeste.twoday.net/stories/4772324/">
    <title>Von fern</title>
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    <description>&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Ob auch, frage ich mich, eine Katze, die nie eine Maus gesehen hat, nachts von fliehenden, wuselnden, weißen Mäusen träumt? Ob ein Yorkshire Terrier mit Schleifchen im Haar träumt, wie er vor Zeiten, groß, grau und struppig, die Wälder durchstreifte? Ob auch ich, nachts, ganz selten und noch vor dem Erwachen vergessen, mit einem Schwert in der Hand, vielleicht auch nur einem roh behauenen Stein, den Feinden hinterherhetze oder selbst gejagt werde von riesigen, feuerspeienden Tieren? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ob vielleicht eines Tages in vielen Jahren, wenn wir selbst ein Dutzend Mal und mehr zu Staub zerfallen und aus Erde auferstanden sind, ein Anderer des Nachts an meinem Schreibtisch sitzt? Meine Furcht in seinem Nacken, es könne nicht reichen, was er da tut? Fliehend im Traum vor der verrinnenden, nicht zu stundenden Zeit, und auf dem Bildschirm vor ihm flimmern Worte in einer Sprache, die längst vergangen sein wird: Chiffren für nichts als für nächtliche Angst. Bögen und Striche. Runen, Zeichen aus Licht, Fliegenbeine, fremde, schwarze Girlanden, und zerronnen zu nichts, wenn er erwacht.&lt;/p&gt;</description>
    <dc:creator>Modeste</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Modeste</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-09T20:46:00Z</dc:date>
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    <title>Gesellschaftsspiele</title>
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    <description>&lt;p=&quot;align=&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://kathrinscorner.blogh.de/171&quot;&gt;Ertappt&lt;/a&gt;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Nimm das nächste Buch in deiner Nähe mit mindestens 123 Seiten.&lt;br /&gt;
2. Schlage Seite 123 auf.&lt;br /&gt;
3. Suche den fünften Satz auf der Seite.&lt;br /&gt;
4. Poste die nächsten drei Sätze.&lt;br /&gt;
5. Wirf das Stöckchen an fünf Blogger weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Geschichte-Todes-Philippe-Aries/dp/3423301694&quot;&gt;&lt;i&gt;&quot;Mit der Geburt beginnen wir zu sterben, und das Ende setzt mit dem Anfang ein&quot; (Manlius) - ein Gemeinplatz, dem man beim Heiligen Bernhardt und bei Pierre de Bérulle ebenso begegnet wie bei Montaigne. Ebenso hat es die sehr alte Vorstellung des Weiterlebens in einer traurigen und grauen Unterwelt und die jüngere, weniger volkstümliche und strengere eines moralischen Gerichts wiederaufgenommen. (1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat schließlich die Hoffnungen der Heilsreligionen wiederangefacht, indem es das Heil des Menschen der Fleischwerdung und der Auferstehung Christi überantwortete.&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fahre fort, wer mag. &lt;/p&gt;</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Modeste</dc:rights>
    <dc:date>2008-02-26T23:38:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://modeste.twoday.net/stories/4713983/">
    <title>Sonntagsleser</title>
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    <description>&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Die Hamburger, weiß die Berliner Fama, zeichnen sich insbesondere durch einen ganz unvergleichlichen und in der Bundesrepublik einzigartigen Kleidungsstil aus. Sie tragen Barbourjacken, auch wenn das gerade sonst keiner tut. Sie mögen Twinsets. Sie tragen - ich habe das selbst gesehen - selbst nachts um drei und stockbetrunken ein dezentes Make Up und Perlenketten. An den öffentlichen Angelegenheiten ihrer Heimatstadt nehmen sie rege Anteil, selbst dann, wenn beide Kandidaten aus einigen hundert Kilometern Entfernung nahezu ununterscheidbar sein sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der politisch interessierte Hanseat muss aber nicht den ganzen Tag wählen gehen. Nachmittags &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;am 24.02.2008&lt;br /&gt;
um 16.00 Uhr &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat der Hamburger seine Wahl längst getroffen, und da es ohnehin, sagt man, mäßig spannend sein wird, wer die Wahl gewinnt, besteht ausreichend Gelegenheit, sich zum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.redereihamburg.de/&quot;&gt;&lt;b&gt;Kaffee.Satz.Lesen&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Baderanstalt&lt;br /&gt;
Hammer Steindamm 62&lt;br /&gt;
Hamburg&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu begeben, wo neben einigen, sicherlich großartigen Autoren auch ich einen Text verlesen werde, der sich zur Abwechslung einmal nicht mit mir beschäftigt, sondern ganz und gar ausgedachte Menschen zum Gegenstand hat, die teilweise autofahren, und teilweise sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;245&quot; alt=&quot;Flyer0208&quot; width=&quot;350&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/modeste/images/Flyer0208.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich würde mich freuen, wenn Sie kommen.
&lt;/p&gt;</description>
    <dc:creator>Modeste</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Modeste</dc:rights>
    <dc:date>2008-02-17T18:22:00Z</dc:date>
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