Über Essen

Sonntag, 18. Dezember 2011

Die absolute Ente

Tipps gibt es ja viele. Mit Bier bestreichen zum Beispiel. Allerdings fragt sich der häusliche Koch: Wieso eigentlich mit Bier? Weicht die Entenhaut da nicht eher auf? Oder Salzwasser. Warum soll eine Ente knuspriger werden, wenn man sie mit Salzwasser bepinselt? Meine Oma hat Schmalz genommen, aber die allzu bedenkenlose Verwendung von Schmalz gehört ja ohnehin zu den Küchensünden der Nachkriegszeit, die man nicht wiederholen sollte. Wenn ich Ihnen beispielsweie verrate, dass es noch in den Achtzigern bei uns daheim Kartoffelsalat mit Zwiebeln, harten Eiern und, ja, das ist keine Übertreibung, Schmalz gab, dann schütteln Sie sich zu recht. Schmalz nehme ich also nicht.

Irgendwo habe ich gelesen, es sei die allzu feuchte Füllung, die von innen die Ente durchweicht. Es ist wahr, in meiner Ente stecken meistens gehackte Maronen, Äpfel, Majoran und die gebratenen Innereien der Ente, aber schmeckt die Ente vielleicht nicht etwas fad, wenn ich sie - so lauten Tipps, die man liest - nur wasche, trockne, pfeffere und salze? Oder was ist von dem Tip zu halten, die Ente nur mit einer trockenen Semmel zu füllen, die die Feuchtigkeit aus der Ente saugt? Wird dann nicht das Fleisch trocken? Muss ich heißer als 200°C braten? Die Niedrigtemperaturente vom vorletzten Jahr wurde immerhin etwas knusprig, als ich ganz am Ende den Grill noch einmal hochgezogen habe, aber die schmeckte dem J. allzu entenhaft und war zudem von sagenhafter und auf die Dauer etwas störender Geruchtsentwicklung.

Vielleicht ist auch schon das Gericht an sich schon ganz falsch gewählt. So berichtete mir einmal der Bruder eines Kochs, man könne entweder Keulen oder Brust oder Haut einer Ente optimal braten, aber nicht alle drei Kompoenten einer ganzen Ente. Am Besten, man zerlege das Tier. Dies aber erscheint mir irgendwie falsch. Ich habe keinerlei Beziehung zu den christlichen Aspekten des Weihnachtsfestes, ich will nichts weiter als einen schönen Baum und etwas Gutes zu essen, auch mein Bedarf an Familienleben ist für dieses Leben hinreichend erfüllt, aber ohne Ente ist nicht Weihnachten und deswegen gibt es auch dieses Jahr so einen Vogel beim J. und mir für den R., die I., die C. und ihren neuen Freund, und vielleicht verrät mir ja noch einer das wahre Rezept für die perfekte Haut: Dünn, braun, knusprig und glänzend auf einem zarten, hellbraun-rosigen Fleisch.

Dienstag, 15. November 2011

Erziehungsberatung

In den letzten Jahrzehnten hat ja eigentlich alles ein verhältnismäßig problematisches Gepräge angenommen, was die Menschheit bis dahin einfach so betrieben hat. Die Aufzucht von Kindern etwa. Oder die menschliche Ernährung. Oder, in ganz besonderen Fällen, beides.

Ein mir lose bekanntes Ehepaar - ein Rechtsanwalt und seine meines Wissens berufslose Frau - etwa zieht in einem der südwestlichen Vororte Berlins einen Knaben samt drei Schwestern auf. Der Knabe ist acht und besucht eine Grundschule. Diese Grundschule ist evangelisch, denn diesem Bekenntnisse hängen die Eltern an. Außer an den lieben Gott glaubt man im Hause dieser Familie an eherne moralische Prinzipien und die Verwerflichkeit des Verzehrs von Fleisch und Zucker.

Die drei Mädchen wurden mir persönlich geschildert als folgsam, unproblematisch und brav. Der Bub allerdings macht Sorgen. In der Schule sei er nicht direkt schlecht, das nicht, aber beängstigende Indizien moralischer Verkommenheit träten zu Tage, schockierende Vorfälle hätten sich ereignet: Der Junge habe gestohlen.

Zwei Mitschüler sogar habe der Bube angestiftet. Ein verschlossenes Behältnis habe man ausgekundschaftet, einen Kühlschrank nämlich, welcher in der Cafeteria der Schule stand. Ein halbes Blech Kuchen habe man aus diesem enwendet, sei damit nach Schulschluss davongefahren und habe den Kuchen zu dritt im Kinderzimmer des einen Buben ganz verzehrt. Zur Tarnung habe man das elterliche Abendessen dann trotzdem tapfer gegessen.

Die Tat blieb nicht lange geheim. Es ist nämlich nicht einfach, mit einem Blech Kuchen durch den recht verschlafenen Vorort zu radeln, ohne gesehen zu werden. Harte Verhöre schlossen sich an. Der eine angestiftete Junge darf nun nicht mehr dem verkommenen Sohn der Bekannten spielen. Der Sohn selbst gab auf Befragen zu, er habe nicht nur diese Missetat zu vertreten. Er habe auch nur wenige Tage zuvor Geld, das ihm seine Großmutter heimlich gegeben, bei real in mehrere Würstchen investiert und diese sofort mit Senf verschlungen.

Die Schwestern des Buben waren von diesem ungeheuerlichen Vergehen angemessen angewidert. Die Mutter am Boden zerstört. Weitere Nachforschungen ergaben, dass dieser Vorfall nicht solitär in der Ernährungsgeschichte des jugendlichen Delinquenten stand. Vor Monaten hatte schon die Großmutter in Nürnberg das Kind in den Ferien mit Fleisch in Form von Würsten, Schinken und Braten traktiert. Der Junge hatte auch Süßes und Kuchen im Gegenzug zum Versprechen erhalten, der ohnehin ungeliebten Schwiegertochter, der Mama, nie etwas von diese verbotenen Freuden zu erzählen.

Der Mutter war nun alles klar. Eine schnurgerade Linie führte von den großmütterlichen Würsten zum Diebstahl von Schuleigentum. Nur eine hauchdünne Linie trennte ihre Brut jetzt noch von Sittlichkeitsverbrechen und blutigem Terrorismus. Wenige Tage später suchten Mutter und Sohn eine Eriehungsberatung auf.

Es schmecke ihm nicht daheim, gab der Junge hier zu Protokoll. Er wolle Kuchen, Eis und Frankfurter essen. Die Mutter ist schockiert. Der Konflikt scheint unüberbrückbar.

Sonntag, 29. Mai 2011

Gurke

Jeden Freitag morgen kommt ein Lieferdienst aus dem brandenburgischen Dorf Brodowin und stellt mir eine grüne Kiste mit Obst und Gemüse vor die Tür. Eier und Milch habe ich auch abonniert. Die Lieferung ist durchweg bio. Dieser Lieferdienst kostet 15 Euro pro Woche und ist fast ausnahmslos ganz, ganz großartig.

Es gehört zu den Prinzipien dieses in Berlin sehr populären Dienstes, dass man nicht weiß, was man bekommt. Der Kisteninhalt ist vorwiegend, aber nicht nur, aus der Gegend, man bekommt daher im Winter keine Erdbeeren, sondern ziemlich viel Kohl und Möhren. Im Sommer wird es dagegen bunt. Jede Woche, gleichgültig oder sommers oder winters ist ein Salat dabei, den esse ich manchmal am Freitag abend und meistens am Wochenende. Bisweilen ist der Salat dann schon schlaff, dann werfe ich ihn weg und ärgere mich ein bißchen.

Vorgestern morgen öffne ich also wie jeden Freitag die Tür, da steht die grüne Kiste, und auf der Kiste liegt ein Kopfsalat. Ich freue mich. Ich liebe Kopfsalat. Am liebsten esse ich Kopfsalat in einer riesigen Schüssel, übergossen mit einer Vinaigrette aus Weißweinessig und Olivenöl und Zwiebeln und Kapern und Senf und einem fein gewiegten, harten Ei. Meine Salate sind, anders als die Salate anderer Leute, nur so mäßig gesund, weil meine Dressings aus Prinzip fetter als ein Schweinebraten ausfallen, und außerdem mag ich Salat nur mit Fisch, Fleisch, Käse oder Eiern.

Außer dem Salat liegen auch ein paar Tomaten in der Kiste. Eine Schlangengurke gibt es auch. Ich denke an eine große Salatschüssel mit Parmesanspänen und Eierscheiben und stapele alles ordentlich in den Kühlschrank. An tödliche Durchfallerkrankungen denke ich gar nicht, weil ich Krankheiten meistens nicht so ernst nehme. Ich denke ja immer, dass die konsquente Risikovermeidung mehr Einbußen bedeutet als die vereinzelte Verwirklichung eines Risikos.

Am Freitag abend dann taucht der J. bei mir auf. Der J. war die ganze Woche beruflich unterwegs, er ist mächtig hungrig, öffnet den Kühlschrank und - ja, das ist keine Übertreibung - erstarrt. Der J. sieht dem Tod einige Sekunden in die offenen Augen. Dann schließt er den Kühlschrank wieder und ächzt erschüttert.

"Bist du wahnsinnig.", schüttelt der J. ungläubig das Haupt und befiehlt, das todbringende Gemüse zu entsorgen. Ich weigere mich. Ich will den Salat, ich glaube nicht, dass ausgerechnet meine Brodowiner Gurke kontaminiert sein sollte, und dann beenden wir die Diskussion. Am nächsten Morgen fahren wir weg. Freunde heiraten in der Altmark, wir essen beide fürchterlich viel und fürchterlich gut, übernachten in einem extrem geschmacksneutralen Hotel, vollgestopft mit abstrusen Dekorationsobjekten, wie man sie in Möbelhäusern sehen kann, und dann fahren wir wieder heim.

Zu Hause stehe ich wieder vorm Kühlschrank. Dem J. kann ich mit einem großen Salat nicht kommen. Es gibt also einen Blumenkohl, Senfsauce, gekochte Eier und Kartoffeln, und mit ein bißchen Bedauern schaue ich die Tomaten und die Gurke an. Dann esse ich etwas und lese Zeitung.

Zeitungen sind in diesen Tagen ja fatal. Andauernd, lese ich, sterben Leute an Gurken, Salatesserinnen sind besonders gefährdet, und mein Plan, morgen abend salattechnisch in die Vollen zu gehen, wird auf einmal etwas zweifelhaft. Morgen ist der J. nicht da, da zetert keiner, wenn ich die Salatschüssel fülle, aber andererseits ist eine Schüssel Salat nun auch keinen plötzlichen Tod wert. Einfach so ins Bockshorn jagen lassen will ich mich dann aber auch wiederum nicht. Mein Gott, denke ich. Ich habe 15 Jahre geraucht. Was sollen mir amtliche Empfehlungen.

Am Ende verschiebe ich die Entscheidung auf morgen. Der Salat ist dann bestimmt hin. Was mit den Tomaten und Gurken ist, wird sich herausstellen. Wenn dieses Blog also ab morgen einfach versiegt ... Es war schön mit Ihnen. Es hat mich sehr gefreut.

Sonntag, 20. Februar 2011

Journal :: 19.02.2011

Es gehört zu den vielen Vorzügen des Grill Royal, dass die Gäste - das ist selten in Berlin - nicht absichtsvoll aussehen, als hätten sie absichtslos irgendwas angezogen, was gerade an der Leine hing, und so schaue ich mich ein wenig um und begutachte Kleider, Handtaschen, Schmuck und Frisuren. Ab und zu versuche ich zu schätzen, was die Frauen wohl wiegen, die an mir vorbei in den Raucherraum laufen, und versuche auf der 1 bis 100 Skala des guten Aussehens der weiblichen Gäste meinen ungefähren Standort zu bestimmen, schäme mich ein bißchen für diesen Akt lächerlicher Eitelkeit und esse weiter.

Weil ich am Freitag nach langen, rauchfreien Wochen wieder geraucht habe, rauche ich Samstag nicht, trinke ziemlich langsam zwei Gläser von dem ganz guten Cygnus, den sie hier haben, und schaue ein bißchen herum. Wäre das kein Steakhouse, bleibe ich an einem Paar vor den Kühlschränken hängen, würde ich den Mann für Jonathan Safran Foer halten, aber wenn ein Vegetarier einmal sündigt, dann vermutlich nicht gerade am öffentlichsten Ort Berlins. Eine Frau am Tresen von vielleicht 40 mit langen, schwarzen Haaren trägt ein wunderschönes Kleid von Kenzo, das ich letztes Jahr fast einmal anprobiert hätte, eine andere sehr schöne, sehr hochgewachsene blonde Frau hat ein graues, gerafftes Kleid von einer französischen Designerin in Mitte an, von der ich auch zwei Kleider habe. Dem Mann am Nachbartisch dagegen sollte mal jemand sagen, dass seine Uhr barbarisch aussieht. Unablässig läuft am Tresen vorbei Helene Hegemann zum Rauchen und zurück. An ihrer Stelle würde ich mir das Essen in den Raucherraum bringen lassen, geht es mir durch den Kopf, aber das ist vielleicht gar nicht erlaubt oder es gefällt ihr einfach aus so einem gewissen Bewegungsdrang heraus, den ganzen Abend durch das Lokal zu spazieren.

Mit dem J. diskutiere ich ein bißchen hin und her, was man noch so machen könnte, Samstag nacht, und ertappe mich bei dem Gedanken an eine Tasse Tee und das fast ausgelesene Buch in meinem Bett. "Es geht um zwei New Yorker Messies, von denen einer blind ist.", berichte ich dem J. die ungefähre Exposition des Werkes. Der J. nickt leicht abwesend und schaufelt weitere Bohnen auf seinen Teller. Aus Bequemlichkeit bestellt der J. in den meisten Restaurants immer dasselbe, im Alt Wien um die Ecke also beispielsweise immer das Schnitzel, im Pappa e Ciccia immer Vitello Tonnato und danach Pasta mit Ragù, und im Grill sind es gebackene Kartoffeln, Bearnaise, 250 g Filet, davor der Salat mit den Frischkäsebällchen und danach die Crème brûlée. Ich esse heute Schnecken. Filet Tagliata und den Schokokuchen von der Tageskarte.

Ich gähne. Gegen Ende der Berlinale ist die ganze Stadt schon eher ziemlich müde, das gilt auch für mich. Die Vereinbarkeit von Berufs- und Nachtleben, sage ich dem J., ist ein zu Unrecht vernachlässigtes Problem. Nach Hause aber will ich nun doch nicht fahren, vielleicht besser irgendwo in braunen Clubsesseln liegen, ein Gin Tonic in der Hand, ein Crémant möglicherweise, eine heiße Schokolade eventuell und sehr, sehr langsame Gespräche führen über möglichst belanglose Dinge. Zusehen, wie das Eis in den Gläsern schmilzt.

Am Ende aber dann doch keine Sessel, am Ende in der King Size Bar, ganz am Ende und eine Taxifahrt später dann daheim und mit der Zahnbürste im Mund vor dem Spiegel stehen, der keine Antworten gibt, wenn man ihn fragt, wer denn die Schönste ist im ganzen Land auf einer Skala von 1 bis 100.

Dienstag, 2. November 2010

Journal :: 31.10.2010

Damals, mein Kind, als die Kalorien noch gar nicht erfunden waren, tat man an Krautfleckerl nicht nur mageren Schinken ganz ohne Fett wie ich gestern. Meine Großmutter - Du hast sie nicht mehr kennengelernt - kaufte beim Metzger statt dessen durchwachsenen Speck und der Metzger schnitt ein sieben oder acht Zentimeter breites Stück von einer ganzen Speckseite. Das würde gewürfelt.

Meine Großmutter hatte Messer, so große Messer kann man heute kaum mehr kaufen. Überhaupt war alles in ihrer Küche etwas größer. Ihr größter Topf ging mir bis zum Bauch. Die Familien waren größer als heute, es aß aber auch jeder für sich viel mehr. Der Speck war deswegen gerade richtig portioniert für vier: Mein Cousin, meine Schwester, meine Großmutter selbst und ich.

Während meine Großmutter den Speck mit dem großen Messer in Würfel schnitt, schnitt ich mit einem kleinen Messer Zwiebeln. Für Krautfleckerl muss man die Zwiebeln nicht so fein schneiden. Am besten ist es, die Zwiebelstückchen sind so groß wie das gehobelte Kraut. Man braucht mindestens zwei große gelbe Zwiebeln und einen kleinen Kohlkopf dazu.

Für Krautfleckerl nahm meine Großmutter eine ganz große, weiße Pfanne mit einem hohen Rand. Keiner weiß, wo diese Pfanne geblieben ist. Vielleicht ist sie weggeworfen worden. Mir tut das leid. Ich habe keine solche Pfanne, ich nehme eine runde Pfanne von Le Creuset, aber da passt nur ein Essen für zwei hinein wie am Sonntag. Meine Großmutter kochte nie für weniger als eine Großfamilie und eventuell überraschenden Besuch und hatte aus Prinzip nur riesige Töpfe und gigantische Auflaufformen und hätte über weniger als drei Kilo Gulasch wahrscheinlich nur gelacht.

In der riesigen Pfanne ließ meine Großmutter den Speck aus. Das sah gut aus. Das Fett floss auf dem Herd aus allen Seiten aus dem Speck. Wenn es anfing zu brutzeln, schüttete die Großmutter Zucker dazu. Den Zucker verwahrte sie in der linken Schütte im weißen Schrank. Dann wurde gerührt. Meine Großmutter trug eine Schürze, wenn sie rührte. Wenn es spritzen konnte, trug sie ein Kopftuch, und auch ich hatte eine kleine Schürze um, rot mit weißen Tupfen.

Wenn der Zucker braun war, kamen die Zwiebeln dazu. Später das Kraut und der Kümmel. Kümmel hatte meine Großmutter in einem ziemlich fleckigen Ubena-Döschen, das ab und zu nachgefüllt wurde. Die Fleckerl waren schon fertig, die kamen erst ziemlich zum Schluss und warteten in einer weiß emaillierten Schale mit blauem Rand auf ihre Verwendung. Bis dahin musste es die ganze Zeit ziemlich laut brutzeln und duften. Ohne duftende Dampfwolken ist so ein Essen nicht richtig, und deswegen stand das Fenster die ganze Zeit weit offen. Aus dem Küchenfenster konnte man in den Garten schauen, über die Teppichstange in den Hof und dann über die Beete. Der schöne Garten mit den Blumen war zur anderen Seite hinaus.

Wenn die Fleckerl auch schon bräunten, deckte ich den Tisch. Meine Großmutter hatte für Alltags ein geblümtes Service, mehr so Sechziger, und ein einfaches, elfenbeinfarbenes mit Goldrand. Jeder bekam eine Serviette in einem Strohring. Außer Sonntags gab es kein Silber, sondern nur WMF. Auf dem Tisch standen immer ein paar Blumen, die pflückte meine Großmutter im Garten und nahm jeden Morgen die verblühten Blumen aus dem Strauß und steckte neue dazwischen.

Wenn ich mit dem Eindecken fertig war, schlug ich den Gong. Nur auf den Gongschlag kamen alle zum Essen, denn nur der Gong war wirklich überall zu hören. Wer den Gong nicht hörte, war taub oder tot. Meine Großmutter schmeckte derweil die Krautfleckerl mit Essig ab und verrührte saure Sahne mit Schnittlauch. Meistens dekorierte sie noch den Nachtisch (Flammeri, Gelee, vielleicht auch Grieß) mit ein paar frischen Früchten. Manchmal schlug sie noch ein bißchen Sahne dazu, denn die Kalorien, mein Kind, waren ja noch gar nicht erfunden.

Montag, 1. November 2010

Journal :: 30.10.2010

Gegen 23.00 Uhr schwöre ich mir, nie wieder etwas anderes als höchstens eine völlig entfettete klare Suppe zu essen. Dazu ein lauwarmes Glas Wasser. Fachinger wäre gut. Sehe ich mich um, so sieht es bei den anderen nicht wesentlich anders aus. Der M. hängt mehr auf dem Sofa als er sitzt. Seine schwangere Freundin hat schon während des Essens kurz erwähnt, dass so langsam der Abschnitt der Schwangerschaft erreicht sei, in dem man ohnehin nicht mehr viel essen könne, weil das Kind den Magen so zusammendrücke. Der J. ächzt an meiner Seite ab und zu etwas, was wie "Mascarpone ..." klingt, und die Gastgeberin I. und ihr Mann bieten ab und zu Getränke an, aber selbst die übertreffen gerade mein Fassungsvermögen in nicht unwesentlichem Maße. Ich habe zu viel gegessen.

Weil man bei der I. immer gut und nie wenig zu essen bekommt, habe ich mittags nur einen Salat mit Weintrauben und Pinienkernen und ein paar gebackene Kürbisspalten gegessen. Nicht einmal Kuchen habe ich nachmittags gehabt, schon in der S 9 Richtung Schönefeld habe ich richtiggehend Hungergefühle gehegt, und bei der I. eingetroffen sofort in alle Töpfe geschaut. Das Essen sah fertig zubereitet aus. Ich war richtig erleichtert.

Auf dem Tisch stand ein geschnitzter Kürbis. In dem Topf war eine Kürbissuppe. Die Kürbissuppe enthielt Kastanien und war sehr gut. Nach der Kürbissuppe war ich quasi satt. Das Kalbsschnitzel und den Kartoffelsalat mit grünem Salat danach habe ich trotzdem gegessen und den Kaiserschmarrn habe ich auch nicht abgelehnt. Der Kaiserschmarrn - das habe ich noch nie gesehen - wurde mit Mascarpone zubereitet und war herrlich saftig und luftig und viel, viel besser als mein Kaiserschmarrn, der aus Mehl, Eiern, Vanille und Zucker und so einem MIlch/Sahnegemisch besteht.

Nach dem Essen hätte ich gern einen Magenbitter getrunken, wenn ich solche Getränke vertrüge. Auch eine Vollnarkose wäre nicht schlecht, aber statt dessen trinke ich ganz, ganz langsam eine Bionade nach der anderen und führe mit den gleichfalls mächtig übersättigten Gastgebern plus M. und M. kalorienbetäubte, etwa träge Gespräche mit langen Pausen, die Gisbert zu Knyphausen mit äußerst verlangsamten Gesängen füllt. Noch im Taxi nach Haus ist mir ein bißchen übel. Ich glaube, ich habe irgendetwas eher Sonderbares geträumt.

Sonntag, 31. Oktober 2010

Journal :: 29.10.2010

Freitag ist der Tag der Rituale. Ich kenne ein Paar, das geht jeden Freitag ins Kino. Ein anderes Paar holt sich auf dem Weg vom Büro heim einen Film, bei der Weinhandlung nebenan eine richtig gute Flasche Wein und setzt sich damit aufs Sofa. Eine Freundin von mir kauft jeden Freitag in der Mittagspause etwas Gutes zum Essen und einen Haufen Illustrierte ein, legt sich abends daheim sofort in die Badewanne, isst anschließend im Bett alles auf und blättert in den Journalen. Der J. und ich gehen jeden Freitag essen.

So richtig mit Reservierung und vorher nachschauen schaffen wir allerdings nie. Im engeren Sinne geplant sind die Abende auch nicht. Meistens telefonieren wir so gegen 17.00 Uhr. Ich teile dem J. dann mit, der Kühlschrank sei leer. Der J. antwortet, er habe jetzt auch keine Luft, einkaufen zu gehen, und gemeinsam beschließen wir, irgendwo etwas zu essen. Für eine sorgfältig erwogene Auswahl ist es dann zum einen zu spät, zum anderen wollen wir auch nirgendwo hin, wo man noch extra hinfahren muss, und deswegen waren wir jahrelang jeden Freitag (oder zumindest so jeden zweiten) im Pappa e Ciccia. Das ist ein Italiener im Prenzlauer Berg.

Das Pappa e Ciccia ist jetzt kein so besonderer Italiener. Es schmeckt ganz gut da, der Service ist auch nett und herzlich, alles schön, lässig, aber nicht unelegant, doch der größte, der entscheidende Vorteil des Pappa e Ciccia bestand eigentlich in dem Umstand, dass er nahezu nebenan gelegen war. Jetzt allerdings sind wir umgezogen und dass Pappa e Ciccia ist ziemlich weit weg. Bestimmt 15 Minuten Radweg.

Unstet sind seither unsere Freitage. Im Brot und Rosen an der Ecke waren wir mehrfach, auch ein Italiener, aber da fehlt es an der fröhlichen Quirligkeit des Pappa e Ciccia, die Gäste wirken alle ein bißchen gedämpft, etwas Herbstliches wallt durch die Räume - wir sind da nicht so heimisch geworden. Für das Chez Maurice um die Ecke gilt etwas Ähnliches. Man isst ziemlich gut da, das ist es gar nicht. Es ältelt halt so ein bißchen. Es isst da oft nicht die nette, etwas aufgekratzte Nachbarschaft, sondern so ein wenig getragene Menschen, keine so reizvolle Umgebung, und so essen der J. und ich uns nun am Freitagabend etwas unbehaust durch den Prenzlauer Berg. Diesen Freitag waren wir einmal wieder im großartigen Filetstück (oh, das göttliche Pommersch Rind!), auch wenn da jedesmal am Nachbartisch irgendwelche Hornochsen lautstark ihre Bedeutung in Kunst und Medien in die Welt posaunen. Den nächsten Freitag geht es vielleicht wieder ins Sasaya, wo man so großartig Sushi isst wie fast nirgendwo sonst, aber einen festen Hafen, einen Ankerplatz am Ende der Woche, einen Laden, den man nicht aushandeln oder wählen muss, kurz: Ein Pappa e Ciccia diesseits der Greifswalder Straße ist nicht in Sicht.

Samstag, 20. März 2010

Der J. hat schlechte Laune

Im Dos Palillos

"Sei still.", zische ich den J. an. Der Laden habe einen Designpreis bekommen, und deswegen dürfe hier nicht gemeckert werden. Allerdings gebe ich zu: Auch für mich ist die Küche etwas sehr offen, und die lange Theke, an der die Gäste nebeneinander aufgereiht quasi auf der Weinmeisterstraße sitzen, ist nicht so besonders kommunikativ. Von dem R. und der C. drei Plätze weiter hören wir diesen Abend daher nahezu nichts.

"So ein Käse.", grantelt der J. von Gang zu Gang. 16 Gänge, jeweils bestehend aus einem oder zwei Bissen, werden serviert, etwas hochtrabender als es unbedingt nötig gewesen wäre, erläutert, und dann kommt binnen Minuten die nächste Schüssel.

Von den kantonesischen Walnüssen über die Wan Tan bis zu den Sommerrollen höre ich den J. neben mir leise ächzen. Dabei schmeckt das Essen gut, nur so besonders originell scheint es mir nicht zu sein, und mich beschleichen leise Zweifel, ob dieses in Barcelona offenbar sehr erfolgreiche Konzept auch in Konkurrenz mit den sehr guten asiatischen Restaurants Berlins bestehen kann: Allein in der unmittelbaren Umgebung des Dos Palillos kann man im Chi Sing sehr, sehr gut vietnamesisch essen, im Toca Rouge modern chinesisch, im Yum Cha Heroes gibt es wirklich ordentliche Dim Sum, und bis zu den Sushi und Nudelsuppen im Kuchi ist es auch nicht weit.

Als das bei 63° C gegarte Ei mit Schnttlauch kommt und mit wichtiger Miene mit einer Dashi-Brühe übergossen wird, schnauft der J. lauter. Ob es ihm um die € 65,-- für das Degustationsmenü zuzüglich Getränke leid tut, oder ob es ihm nicht schmeckt, ist nicht auszumachen. Dass angesichts eines aus lauter sehr kleinen Häppchen bestehenden Essens das Auf-Einmal-Verschlingen jedes einzelnen Gangs die richtige Strategie darstellt, bleibt indes einigermaßen fraglich. Die Miene des J. verzerrt sich ins durchaus Bedenkliche.

Der M.2 - der den Laden ausgesucht hat - weist auf den Reichtum der verschiedenen Geschmacksnuancen hin, und der J. murmelt irgendwas von "nachher noch irgendwo was Richtiges essen". Der Algensalat mit Makrele verstärkt die miese Laune des geschätzten Gefährten. "Ich will zurück ins Paris Moskau." knurrt es neben mir. In der Tat: In dem kleinen Fachwerkhaus beim Hauptbahnhof haben wir vor zwei Wochen mit dem R. und der I. - preislich ungefähr vergleichbar - unglaublich gut, wenn auch deutlich zu viel gegessen.

Überhaupt ist es nie ein gutes Zeichen, während des Essens das Essen woanders zu loben. Der J. ergeht sich über einem mit wichtiger Miene servierten Wokgemüse - vermutlich gut hörbar für die Kellnerin - über ein kürzlich verzehrtes Wagyu-Steak und lobt den Saumagenburger im Rutz.

Auch das an sich ganz gute Dessert macht die Sache nicht mehr besser. Der J. ist nun in ein beleidigtes Schweigen verfallen, kippt seinen Pfälzer Riesling mit finsterer Entschlossenheit zur Betäubung, und wirft ab und zu unheilschwangere Blicke in die Küche, in der die fünf oder sechs Köche oder Küchenhelfer nun aufräumen und putzen. Die ungewöhnliche Dauer des Bezahlvorgangs kommentiert der J. dann nur noch durch ein missbilligendes Grunzen.

An der Amano Bar vorbei schiebe ich den J. einmal durch die Odessa Bar und dann nach Hause.

Samstag, 6. Februar 2010

Freitag, 05.02.2010

Ich, meine Damen und Herren, erlebe annähernd nichts, und wenn jemals einer daherkommt, um mein Leben für das Vorabendprogramm zu verfilmen, wird das Ganze garantiert nach drei Wochen abgesetzt. Heute etwa war ich mit dem J. im Filetstück, und es war schon super da, der gemischte Vorspeisenteller mit einer göttlichen Leberwurst (ja, Leberwurst!), und danach 150 gr. Filet vom Freesisch Rind und Spitzmorchelrisotto dazu. Eine Flasche Duoro Tinto mit dem J. Objektiv und für den unvoreingenommenen Beobachter war der Abend aber vermutlich so amüsant wie drei Stunden vor einem Aquarium ohne Fische.

Weil wir nicht reserviert hatten, saßen wir am Fenster und sahen auf die Schönhauser Allee. Hastig und geduckt liefen Passanten unter den Schienen der Bahn hin und her. Die ganze Stadt ist überzogen mit einer buckeligen Eisschicht, und die Konzentration, die die nahezu unbegehbare Stadt erfordert, will man doch mal vor die Tür, macht die Berliner noch mürrischer als ohnehin. In den meisten Vororten ist zudem fast jeder hässlich.

In der Scheibe spiegelte sich der riesige Korbleuchter inmitten des Raums, und der J. kaute sein Entrecôte vom American Beef. Die anderen Leute im Lokal waren weder spektakulär schön noch außerordentlich extravagant, und sie haben auch nichts besonderes getan. Der J. schilderte den Diebstahl seines Kofferbandes mit der Aufschrift "59. Berlinale" durch ein paar unverfrorene Arbeiter am Band, die - beobachtet vom J. - das Band vom Koffer entfernt und sodann irgendwelchen Schabernack damit getrieben haben, und ich sah den Passanten hinterher und dachte darüber nach, ob denen in ihrem Leben eigentlich auch so langweilig ist wie mir.

Weil ich morgen früh mit der J. nach Prag fahre, sind wir nach dem Essen dann gleich nach Hause gegangen. Ich habe dem J. vom Chén Chè erzählt, wo ich Mittwoch abend war, und es war wirklich, wirklich nett und hübsch und sogar ganz lecker. Der J. und ich sind auf dem Heimweg mehrfach fast ausgerutscht, weil es überall so glatt ist, wie es eben wird, wenn Schnee zusammengetreten wird und mehrfach antaut und überfriert. Ich habe gegähnt und gepackt, weil ich morgen früh so lange wie möglich schlafen will, und dann stand ich im Bad, sah in den Spiegel, öffnete den Mund und zog ein paar Grimassen, damit es zumindest irgendetwas zu lachen gibt inmitten der Ödnis, die einem bleibt, wenn man so wenig mit sich azufangen weiß wie ich

Samstag, 10. Oktober 2009

Hiobstage

Um sechs aufgestanden. Nach dem Aufstehen zum Flughafen, vor Ort im Stau gestanden. Der Taxifahrer hat sich verfahren. Anstrengender Termin. Schlechtes Essen. Auf der Rückfahrt im Stau gestanden. Am Flughafen eingekauft. Ich habe keine Hautcreme mehr. Die Verkäuferin sieht mich und baut vier Anti-Falten-Cremes vor mir auf. Ich bin verstört. Ich habe keine Falten, glaube ich, aber vielleicht schaue ich auch nur nicht genau hin?

Die Cremes sind alle sauteuer. Die billigste Creme kostet 40 Euro, die teuerste 260. Das ist mir zuviel, ich verlange ein günstigeres Produkt und die Verkäuferin ist beleidigt. Da müsse ich jetzt mit Wirkstoffdefiziten rechnen, sagt sie und schleudert mir Cremes um die zwanzig Euro hin. Ich kaufe eine Creme im rotem Tiegel, weil sie unparfumiert sein soll. Später stellt sich heraus: Das stimmt nicht.

Im Flugzeug eingequetscht zwischen zwei raumgreifenden Männern. In Tegel ein Taxiproblem. Über hundert Menschen stehen auf der Taxiinsel und warten auf Taxen, die nicht kommen. Gereizte Atmosphäre. Wir schätzen die voraussichtliche Wartezeit und steigen in den Bus. Der Bus ist überfüllt und schlingert schrecklich. Neben mir leckt sich ein dicker Junge um die zwanzig die ganze Zeit den Mund. Am Zoo dann endlich augestiegen. Sehr müde gewesen. Im Taxi weiter nach Kreuzberg.

Im Jolesch ist es voll. Meine Freunde warten schon, nur mein Freund ist noch nicht da. Wir warten eine Stunde auf ihn und trinken Sekt. Dann bestellen wir. Ich nehme die Fritattensuppe, Ente und einen Blauen Zweigelt. Dann warten wir weiter. Ich trinke sehr schnell zwei Glas Sekt und genieße das Gefühl der langsamen Sinnenverwirrung.

Irgendwann kommt die Vorspeise meiner Freundin I., eine wenig ansehnliche Tafelspitzterrine. Dann meine durchaus unspektakuläre und irgendwie salzlose Suppe. Einige Minuten später bekommt auch der S. seine Kaspressuppe. Fast zeitgleich erscheint mein geschätzter Gefährte J. von einer Betriebs-Oktoberfestfeier. Ich bin verstimmt.

Nach und nach kommen die anderen Gerichte. Nicht einmal die Schnitzel des M. und des T. erscheinen gleichzeitig: Als die letzten ihr Hauptgericht haben, sind die ersten fertig. Das Essen ist okay, aber nichts Besonderes. Es war hier schon einmal besser. Zudem ist die Stimmung schlecht: Weil alle dem J. Vowürfe machen, steht dieser wieder auf und verschwindet. Aus ungeklärten Gründen war er zwar zuletzt da, hat sein Essen aber als erster bekommen.

Natürlich kommen auch die Desserts nicht gleichzeitig. Mein halbflüssiger Schokoladenkuchen liegt etwas verloren und mit einem Durchmesser von circa drei Zentimetern neben einer Nocke Eis und wirkt ebenso traurig wie ich. Ich bin müde.

In der wirklich netten Hubertuslounge werde ich kurzzeitig wieder wach und spreche. Ich trinke noch mehr Sekt. Davon werde ich wieder so müde, ich könnte auf der Stelle einschlafen, aber zum Glück ist es dafür zu laut.

Der S. und die I. fahren mich heim. Ich laufe die Treppe hoch. Der J. liegt im Bett und ächzt, ihm sei schlecht.

Ich träume von Maden.



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Also aufgehoben werden...
Also aufgehoben werden die 'Schnipsgummis` hier auch,...
[Frau-Irgendwas-ist-immer - 15. Feb., 14:08 Uhr]
Nachkriegsgeneration...
Nachkriegsgeneration hat das noch von der Kriegsgeneration...
[steppenhund - 12. Feb., 23:27 Uhr]
Es gefällt mir nicht,...
Es gefällt mir nicht, aber es macht Spaß.
[Modeste - 12. Feb., 23:02 Uhr]
Oh, möchte sie mit...
Oh, möchte sie mit meiner Nora einen Kaffee trinken?...
[Modeste - 12. Feb., 23:01 Uhr]
Ich hatte so etwas immer...
Ich hatte so etwas immer für ein Spezifikum der...
[Modeste - 12. Feb., 22:57 Uhr]
Nein, hier ist nichts...
Nein, hier ist nichts allegorisch. Die Dame existiert...
[Modeste - 12. Feb., 22:25 Uhr]
Das klingt doch alles...
Das klingt doch alles recht pfiffig!
[g a g a - 11. Feb., 14:05 Uhr]
Dieses Herausfischen...
Dieses Herausfischen aus dem Mülleimer kommt mir...
[steppenhund - 11. Feb., 12:23 Uhr]

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